Krispy Kebab – Der Döner aus Berlin in Bielefeld

Krispy Kebab – Der Döner aus Berlin ist für viele Bielefelder eine echte Bereicherung der lokalen Gastro-Szene. Doch was ist eigentlich das Erfolgsgeheimnis eines guten Döners, und was kann Bielefeld von Berlin lernen? Restaurantinhaber Erdal Kolcu hat die Antworten.

 

Erdal, wann entstand in dir die Idee, Döner zu verkaufen? Hattest du schon immer den Wunsch, in die Gastronomie zu gehen?

Ich war letztes Jahr öfters in Berlin und hab mir dann überlegt, den Berliner Döner nach Bielefeld zu bringen. Der Döner wurde in Berlin geboren und schmeckt nach Berliner Art einfach am besten.

Döner
Krispy Kebap bringt den Geschmack des Berliner Döners nach Bielefeld.

Seid ihr ursprünglich aus Berlin? Wenn ja, was hat Euch bewogen, nach Bielefeld zu ziehen und hier Krispy Kebab zu eröffnen?

Wir sind Bielefelder und nicht aus Berlin. Das verwechseln viele Menschen. Wir sind aber häufig in Berlin und treffen dort Freunde und Geschäftspartner.

Viele Westfalen finden die Berliner Currywurst eher eklig. Euer Berliner Döner kommt hingegen richtig gut an. Was macht deiner Meinung nach einen guten Döner aus?

Zu einem guten Döner gehört vor allem frisches Brot. Wir bekommen täglich frisches Fladenbrot von einem regionalen Bäcker. Da ist dann ordentlich Sesam und Mohn drauf. Danach kommen die Saucen. Unsere Rezeptur haben wir vom Fernsehkoch Timo Hinkelmann aus Herford erhalten. Natürlich muss auch das Fleisch eine gute Qualität haben. Wir haben uns für den beliebtesten Berliner Lieferanten entschieden, da sie dort einen großen Wert auf Qualität legen. Sehr wichtig ist natürlich auch, dass nur frisches Gemüse benutzt wird.

Was ist denn deiner Meinung nach generell das Erfolgsgeheimnis des Döners?

Mit einem Döner bekommst du für wenig Geld eine warme Mahlzeit und wirst ordentlich satt. Was den Preis angeht: Mittlerweile zahlt man beim Bäcker für ein einfaches belegtes Brötchen fast genau so viel Geld wie für einen Döner.

Döner
Berlin und Bielefeld sind sich nun zumindest geschmacklich näher gekommen.

Du kennst dich sowohl in der Hauptstadt als auch im beschaulichen Ostwestfalen gut aus. Was hat Bielefeld, was Berlin nicht hat?

Bielefeld hat so einiges nicht, was Berlin hat. Es fängt beim Essen an und hört bei Musik, Freizeitaktivitäten und Kultur auf. Das sind aber nur Beispiele. Berlin ist viel größer und vielfältiger. Da müssen wir in Bielefeld nachziehen und können uns noch einiges abgucken.

Andreas, ein Obdachloser aus Bielefeld, erhält nun ein Jahr jeden Tag einen Döner von euch. Die Idee hat euch überregional bekannt gemacht. Woher kanntest du Andreas eigentlich und kommt er nun tatsächlich täglich bei euch vorbei?

Andreas lebt nicht weit vom Laden unter der Brücke. Wenn wir einkaufen gehen, treffen und grüßen wir uns öfter. So haben wir uns dann kennengelernt. Irgendwann habe ich mir gedacht, dass er die Karte, die wir eigentlich verlosen wollten, doch am besten gebrauchen kann. Für uns ist eine warme Mahlzeit am Tag eine Selbstverständlichkeit. Für ihn ist es ein täglicher Kampf. Er kommt jetzt fast jeden Tag vorbei und holt sich etwas zu essen und zu trinken.

Essen auch ältere türkischstämmige Menschen gerne Döner oder ist es da wie mit den deutschen Großeltern, die anstatt Currywurst mit Pommes lieber „was Richtiges“ essen?

Ältere türkische Menschen kommen eher weniger zu uns. Bei uns im Laden läuft Hiphop und das ist denen wahrscheinlich alles zu modern.

Döner
Die Krispy-Sauce wurde vom Herforder Fernsehkoch Timo Hinkelmann entwickelt.

Ihr habt am Wochenende teilweise auch bis 4 Uhr am Morgen auf und viele junge Leute haben nach dem Feiern noch Lust auf einen Döner und übertreiben es dann. Hast du schon einmal eine ganz verrückte Bestellung oder einen besonders abgedrehten Wunsch für einen Döner bekommen?

Vor kurzem hatten wir bis vier Uhr einen so hohen Andrang, dass wir schon kurz vor vier die Tür schließen mussten. Einige Gäste sind dann durch das Fenster geklettert, damit sie doch noch was zu essen bekommen.

Ihr seid nun seit mehr als einem Jahr Teil der Bielefelder Gastro-Szene. Welche Ereignisse oder Erlebnisse haben euch in diesem ersten Jahr besonders überrascht?

Der Zuspruch. Und dass gestandene Gastronomen aus der Stadt uns auf die Schulter klopfen und so unsere gute Arbeit bestätigen.

Was ist deiner Meinung nach eine unterschätzte Qualität von Bielefeld?

Ich denke, dass Bielefeld viel mehr kann, aber sich nicht traut. Wir sollten mehr probieren und uns gegenseitig unterstützen.

Wenn du für einen Tag Bürgermeister in Bielefeld wärst, was würdest du ändern?
Ich würde dafür sorgen, dass es weniger Baustellen in Bielefeld gibt. Der Verkehr hier mit den ganzen Baustellen ist zum Kotzen.

 

Einen ersten Eindruck von der Arbeit und dem Angebot der Jungs von Krispy Kebab erhältst du auf ihrer Facebookseite und natürlich direkt vor Ort am Oberntorwall 18a in Bielefeld-City.

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